Der Mieterstrom-Markt in Deutschland
Auswertung von 5.411 Mieterstrom-Anlagen aus dem Marktstammdatenregister, in Betrieb genommen 2017 bis 2022: Verteilung nach Bundesland und Stadt, Zubau pro Jahr und installierte Leistung.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Mieterstrom findet vor allem auf einzelnen Mehrfamilienhäusern statt.
Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen.
Von 215 auf 1.459 neue Anlagen pro Jahr.
Die Stadt mit den meisten Mieterstrom-Anlagen in Deutschland.
Regionale Verteilung der Anlagen
Fahre mit der Maus über die Karte, um die Werte je Bundesland zu sehen. Alle Zahlen stehen auch in der Tabelle darunter.
Mieterstrom nach Bundesland
Anlagen mit Inbetriebnahme 2017 bis 2022, sortiert nach Anzahl.
| Bundesland | Anlagen | Anteil | Leistung | Ø Größe |
|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 965 | 17,8 % | 18,4 MW | 19,1 kWp |
| Bayern | 945 | 17,5 % | 20,5 MW | 21,7 kWp |
| Baden-Württemberg | 899 | 16,6 % | 19,5 MW | 21,7 kWp |
| Hessen | 728 | 13,5 % | 14,1 MW | 19,3 kWp |
| Niedersachsen | 432 | 8,0 % | 7,9 MW | 18,4 kWp |
| Brandenburg | 207 | 3,8 % | 5,1 MW | 24,4 kWp |
| Rheinland-Pfalz | 200 | 3,7 % | 4,0 MW | 19,8 kWp |
| Berlin | 198 | 3,7 % | 7,0 MW | 35,3 kWp |
| Schleswig-Holstein | 195 | 3,6 % | 3,3 MW | 16,8 kWp |
| Hamburg | 155 | 2,9 % | 2,8 MW | 18,3 kWp |
| Sachsen-Anhalt | 151 | 2,8 % | 3,8 MW | 25,3 kWp |
| Sachsen | 124 | 2,3 % | 2,0 MW | 16,3 kWp |
| Thüringen | 78 | 1,4 % | 1,5 MW | 19,0 kWp |
| Saarland | 68 | 1,3 % | 1,2 MW | 17,8 kWp |
| Mecklenburg-Vorpommern | 54 | 1,0 % | 1,0 MW | 18,9 kWp |
| Bremen | 12 | 0,2 % | 0,3 MW | 21,8 kWp |
| Deutschland | 5.411 | 100 % | 112,3 MW | 20,8 kWp |
Neue Mieterstrom-Anlagen pro Jahr
Anzahl und Leistung der Anlagen nach Jahr der Inbetriebnahme.
- 2017
215 Anlagen · 3,6 MW
- 2018
688 Anlagen · 13,0 MW
- 2019
865 Anlagen · 18,9 MW
- 2020
965 Anlagen · 20,0 MW
- 2021
1.216 Anlagen · 28,8 MW
- 2022
1.459 Anlagen · 27,9 MW
Die 10 Städte mit den meisten Anlagen
| Rang | Stadt | Bundesland | Anlagen | Leistung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Frankfurt | Hessen | 359 | 7,0 MW |
| 2 | Berlin | Berlin | 198 | 7,0 MW |
| 3 | Hamburg | Hamburg | 155 | 2,8 MW |
| 4 | Karlsruhe | Baden-Württemberg | 85 | 1,7 MW |
| 5 | Köln | Nordrhein-Westfalen | 69 | 1,5 MW |
| 6 | München | Bayern | 57 | 2,3 MW |
| 7 | Fürth | Bayern | 40 | 1,0 MW |
| 8 | Garbsen | Niedersachsen | 33 | 0,4 MW |
| 9 | Neunkirchen | Saarland | 31 | 0,5 MW |
| 10 | Freiburg | Baden-Württemberg | 29 | 1,0 MW |
Wie die Zahlen zu lesen sind
Die Auswertung zeigt, wo in Deutschland Solarstrom vom Dach direkt an die Mieter im Haus geliefert wird. Jede Anlage steht für ein Gebäude oder einen Gebäudeteil, dessen Bewohner Strom vom eigenen Dach beziehen können.
Mieterstrom ist bisher ein Thema der Ballungsräume
Die meisten Anlagen stehen in Großstädten und in Bundesländern mit vielen Mehrfamilienhäusern. Dort kommen viele Mietwohnungen, hohe Strompreise und aktive Stadtwerke oder Wohnungsunternehmen zusammen. In ländlichen Regionen ist Mieterstrom noch die Ausnahme.
Kleine Anlagen prägen den Markt
Die durchschnittliche Mieterstrom-Anlage ist deutlich kleiner als eine typische Gewerbeanlage. Mieterstrom entsteht vor allem auf einzelnen Mehrfamilienhäusern — nicht nur in großen Neubauquartieren. Für Hausverwaltungen und WEGs heißt das: Auch ein einzelnes Gebäude ist eine übliche Projektgröße.
Was das für Hausverwaltungen und WEGs bedeutet
Gemessen am Bestand an Mehrfamilienhäusern in Deutschland ist erst ein kleiner Teil der Dächer erschlossen. Wer ein Projekt startet, muss es nicht allein stemmen: Als Full-Service-Anbieter übernehmen wir Anlagenbau, Zählertausch und Mieterabrechnung — mehr dazu unter Mieterstrom. Wo klassischer Mieterstrom nicht passt, kann die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung die einfachere Lösung sein.
Datenquelle und Methodik
Quelle: Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur, Abruf am 19.3.2026. Ausgewertet wurden 5.411 Solaranlagen, die dort dem Mieterstrom zugeordnet sind und 2017 bis 2022 in Betrieb gegangen sind. Später in Betrieb genommene Anlagen sind in dieser Auswertung noch nicht enthalten. Gezählt werden einzelne Erzeugungseinheiten; ein Gebäude oder Quartier kann aus mehreren Einheiten bestehen.
Fragen zur Auswertung
Woher stammen die Daten?
Aus dem öffentlichen Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Dort muss jede Stromerzeugungsanlage in Deutschland registriert werden. Wir werten die Solaranlagen aus, die dem Mieterstrom zugeordnet sind.
Darf ich die Zahlen zitieren?
Ja, gern. Bitte nenne als Quelle „EM Energiemanagement, Auswertung des Marktstammdatenregisters“ und verlinke auf diese Seite.
Was ist der Unterschied zwischen Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung?
Beim Mieterstrom wird der Betreiber zum Stromlieferanten der Mieter und liefert auch den Reststrom aus dem Netz. Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung wird nur der Solarstrom im Gebäude verteilt; den Reststrom bezieht jeder Haushalt weiter von seinem eigenen Versorger.
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